"Pinchas Lapide war ein Zeuge unseres blutigen Jahrhunderts. Die an Leib und Seele erfahrenen Wunden und Narben haben sein Leben und Denken beeinflußt - nicht aber fremdbestimmt." In diesen beiden Sätzen faßte Salomon Korn bei der Trauerfeier in Frankfurt ... einen Lebensweg zusammen, der am 28. November 1922 in Wien begann. ....
(Quelle: Mertes, M. : Gelebte Entfeindung, 1998/341 PM S.79)
Auferstehung / Lapide. Calwer, 1977
Wie immer man auch das Osterereignis verstehen mag, eines steht fest:
Da alle Zeugen des Auferstandenen ausnahmslos Söhne und Töchter Israels waren,
war die Auferstehung Jesu vor allem und hauptsächlich ein jüdisches Glaubenserlebnis. Um es zu verstehen, muß man daher zurücksteigen in die Zeit und Umwelt des Nazareners. Man muß versuchen, sich zu vergegenwärtigen, wie es von den Voraussetzungen des jüdischen Glaubens zu dem zentralen Satz des christlichen Bekenntnisses „Er ist auferstanden" kommen konnte.
Pinchas Lapide gibt mit seinen überraschenden
Thesen einen neuen Anstoß für das christlich-jüdische Gespräch.
Am Scheitern hoffen lernen / Lapide. Gütersloher, 1985
Pinchas Lapide meldet sich in diesem Band mit Beiträgen zum jüdischchristlichen Gespräch zu Wort. Er zeigt entscheidende Einsichten und Erfahrungen jüdischen Glaubens auf, um Christen nicht nur zu einem tieferen Schriftverständnis zu verhelfen, sondern ihnen auch neue Denkanstöße für ihren eigenen Glauben anzubieten
Hier wurde gewagt, den jüdisch-christlichen Dialog direkt über den entscheidenden Punkt zu führen: den Juden Jesus von Nazareth, der zwischen
Juden und Christen steht. Wie weit man in diesem Dialog heute kommen kann, wenn man ihn unter den richtigen Voraussetzungen führt, wird hier sichtbar.
Ist das nicht Josephs Sohn? / Lapide. Calwer, 1976
Wie wird Jesus heute von dem Volk gesehen, aus dem er stammt?
Der Verfasser zeigt anhand der hebräischen Literatur, israelischen Schulbüchern, rabbinischen Bewertungen und Interpretationen, daß sich hier seit dem Zweiten Weltkrieg ein tiefgreifender Wandel vollzogen hat.
Über das Thema des jüdisch-christlichen Dialogs hinaus ist Lapides Darstellung ein wichtiger Beitrag zur Frage nach dem historischen Jesus, seiner Eigenart und den Motiven seines Wirkens. Hier werden nicht nur jahrtausendealtes jüdisches Wissen und Tradition für das Verständnis der Botschaft Jesu eingebracht, sondern auch die Erfahrungen , die das Judentum in seiner Auseinandersetzung mit der modernen Welt gemacht hat.
Der jüdische Theologe Pinchas Lapide und der evangelische Systematiker Jürgen
Moltmann stellen sich einem der ältesten und schwierigsten Gegensätze zwischen Juden und Christen: jüdischer Monotheismus und christliche Trinitätslehre. Dieser »Kaiser Traktat« dokumentiert die Begegnung der beiden Religionen durch zwei ihrer namhaften Vertreter. Eine Begegnung voller Überraschungen. Keine abgründigen Gräben werden aufgetan, sondern Brücken geschlagen.
An uns allen liegt es, mit unermüdlicher Geduld und Tatkräftigkeit zur Ankunft jener messianischen Zeit beizutragen und füreinander einzustehen überall auf dieser Erde.
Wenn wir’s nicht tun, dann fällt der Friedenssame auf den Wegrand und verdorrt.
Wenn wir nicht konkret mit der vorgelebten Entfeindungdliebe beginnen, dann wird die Feindschaft weiter wuchern.
Wenn wir nich bald mit der Verständigung-von-Unten anfagen, mit dem Dialog, dem Trialog und dem Multilog unter allen Religonen, Ideologien und Überzeugungen, mit dem Abbau von Feindbildern und Vorurteilen, mit dem Akzeptieren des Andersseins unserer Gesprächspartner und ihrer Heilslehren und der Einsicht, daß keiner von unsdie ganze Wahrheit oder den einzigen Zugang zu ihr besitzt – hier und heute noch, zu Hause, bei der Arbeit und in jedem Dorf und in jeder Stadt, - dann werden so manche Machthaber weiterhin ihre Pflugscharen zu Schwertern umschmieden, wie se bei Joel so erschütternd heißt – und das Experiment Mensch mag mit einem letzten „Urknall“ zu Ende gehen.